Zielgruppe hat viel Geld zu verteilen – 50plus-Generation gern gesehen

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In unserem Lande gibt es eine Zielgruppe, die sich lieber ein schönes
Leben macht als immer nur zu sparen. Sie muß nur entsprechend beworben
werden, damit die eigene Kasse klingelt. Gemeint sind die über
50-Jährigen in unserem Land. Sie stellen mit 28 Millionen Menschen eine
große vielversprechende Zielgruppe dar. In der Regel verfügen sie über
ein höheres frei verfügbares Einkommen als alle Jüngeren.
Diese
50plus-Generation ist anspruchsvoll, informiert, schwierig, aber auch
dankbar. Immer mehr sind im Internet aktiv und können so mit der
jüngeren Generation mithalten. Aber wie erreicht man diese
Traumzielgruppe?
Zum einen mögen sie keine Werbung – im
Gegensatz zu den jungen Menschen, wo Werbung kult ist. Die
50plus-Generation gehört zu den Ex-Hortern und Ex-Sparern. Deshalb
empfinden sie Werbung als teuer, nutzlos, nervig und übertrieben.
Genauso sind marktschreierische Elemente in der Werbung zwecklos. Diese
Zielgruppe möchte lieber mit Fakten in persönlicher Ansprache überzeugt
werden. So genießt die öffentliche Berichterstattung ein hohes Ansehen
in dieser Zielgruppe.
Identifizieren kann sich diese Generation
mit grauharigen Sympathieträgern, die eine jugendliche Ausstrahlung
haben. Aber nicht mit alterslosen Menschen oder dürren Models aus der
Modeszene. Wobei sie sich für Mode, Sport, Reisen, Gesundheit und Sex
sehr interessieren. Das Sein steht im Vordergrund, nicht mehr die
Zukunft. Die verbleibende Restlaufzeit auf der Erde wird sichtbar
kürzer, deshalb müssen Produkte heute wirken – morgen kann es manchmal
schon zu spät sein... Problemlösungen und Wirkungen nützen nur bei
aktuellen Fragen.
Eine klare Sprache bringt Sie in dieser
Zielgruppe weiter. Direkt auf den Punkt kommen, führt schneller zum
Ziel als lange Reden zu schwingen. Vergessen Sie das typische
Fachgeschwafel und technische Highlights. Diese Zielgruppe interessiert
nur der Nutzen und die einfache Funktion. Lieber kurz, knapp und
knackig halten, als mit „Denglisch“ und Fremdwörtern den Kunden
vergraulen. Vergessen Sie nicht, dies auch auf die Beschilderung, der
Sprache Ihrer Verkäufer, der Anordnung Ihrer Produkte im Regal oder
Ihrem Internet-Auftritt zu übertragen! Die goldene Zielgruppe hat Zeit
– Zeit sich zu informieren. Also, müssen Sie darauf regieren können.
Nur wenn Sie wirklich gute Argumente mit Sachverstand vorbringen
können, kommen Sie zum Zug.
Der Körper und seine
Leistungsfähigkeit ändern sich mit dem Alter. So werden die Augen mit
der Zeit schwächer, aber die Lesegewohnheiten nicht. Große Schrifttypen
ohne Schnörkel mit gutem Kontrast unterstützen die Lesbarkeit.
Übersichtliche Gestaltung, keine Ablenkungs-Gimmicks wie blinkende
Banner oder Leuchtschriften und einfache Bedienung dienen ebenfalls der
Deutlichkeit. Ein Design, das gut wahrzunehmen ist, ist auch gut für
alle Altersgruppen.
Ihre Produktnebenleistungen sollte
Kundenschwächen ausgleichen. So zum Beispiel der Service. Laufen,
Bücken, Tragen oder das Ein- und Ausladen des PKWs fallen einfach
schwer. Sie können dies mit einem Liefer-, Aufbau-, Installations- oder
Reparatur-Service kompensieren.
Vergessen Sie nicht den Service
nach dem Kauf. Ein älterer Mensch vergißt auch schnell mal was. Eine
Telefonnummer, die er dann schnell mal anrufen kann, um sich Hilfe zu
erfragen, ist ein weiterer wichtiger Vorteil. Sie sollten Sie aber
nicht Hotline nennen – wegen dem „Denglisch“! Nennen Sie sie einfach
„Firma XY Direkt“ oder „Kunden-Betreuung“.
Ein weiterer Service
ist die Lieferung und Bezahlung per Rechnung. Mit den elektronischen
Bezahlmöglichkeiten hat diese Zielgruppe es in den meisten Fällen nicht
so.
Und zu guter Letzt: Vergessen Sie nie, das Ihr Gegenüber
reich an Erfahrung ist und in seinem Leben bereits viel geleistet hat.
Alles dies liegt vielleicht noch vor Ihnen – je nachdem wie groß der
Altersunterschied zwischen Ihnen und der 50plus-Generation ist. Zeigen
Sie Respekt, aber nie Mitleid oder Hilflosigkeit. Nehmen Sie das Wort
„Senior“ gar nicht erst in Ihren Sprachschatz auf (in diesem Text
finden Sie es auch nur an dieser Stelle!!). In Denglisch bezeichnet man
gern diese Zielgruppe als „Best Agers“, also in den besten Jahren. Dies
trifft den Anspruch der Zielgruppe ganz gut. Sie erheben den Anspruch,
ein Leben in Wohlstand verdient zu haben. Sie haben ein Leben lang
darauf hin gearbeit und möchten dies jetzt auch in der ganzen Vielfalt
genießen. Sie können ihnen dabei helfen und beide davon profitieren...
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